|| Poesie?
- Maus -
An alles - scheint's -
Gewöhn' ich mich
Nur nicht an eins
An ohne Dich!
September 2007*
- Eilgedicht -
...ist mit neun Vierzeilern das Ergebnis einer schlaflosen Nacht. Und weil's an einen vorherigen Tageseintrag anknüpft, habe ich es
dort verewigt.
Dezember 2006*
- Du, ich, wir -
Du bist du und ich bin ich
Doch das Wir, daß mir am liebsten ist
Gibt's nur, wenn du bei mir bist
Sommer 2006*
- Loving a shadow -
Loving a shadow
I hunt a dream
I'm longing for the day
Which comes never to me
Autumn 2003*
- Graue Gedanken -
Gedanken in grau, vom Trübsinn betäubt
Ein Sturm aus Glas die Hoffnung vertreibt
Es sterben die Träume jeden Tag neu
So langsam es wächst, so schnell ist's vorbei
Gedanken in grau, Schweremut dringt durchs Herz
Verstand wird umzingelt, es sammelt sich Schmerz
Flüssiges Salz rollt übers Gesicht
Der Wind schickte Wolken, doch Regen war's nicht
Gedanken in grau, in einsamer Welt
In Sehnsucht gefangen, die Seele sie fällt
Doch sie sich erinnert, wie's gestern noch war
Die Blumen der Trauer sind immer da
Schwarz scheint die Zukunft, das Licht wird verwischt
Es haben Kontraste zu grau sich vermischt
Schwarz gilt als böse, wird so interpretiert
Weiß sei wohl gut, doch grau hier regiert
-°-°-°-°-°-°-
Sommer 2003*
- Käfig aus Gold -
Wenn Dein Partner Dich geißelt
Egal ob Mann oder Weib
Wenn Dein Gegenüber Schatten wirft
Sich Dein Glück einverleibt
Wenn Deine Sehnsucht sich in Trauer hüllt
Auf des Anderen Gebot
Dann lebst Du in Ketten
Ist Deine Freiheit schon tot
Wenn die Regeln nur der Andere schreibt
Rücksichtslos und egoman
Die Grenzen setzt, die Dir zu klein
Und Dich beengt in seinem Wahn
Wenn Eifersucht den Tag bestimmt
Dich ohne Gnade überrollt
Dann verrottest Du erbärmlich
In Deinem Käfig aus Gold
Solch’ Beziehung allzu armselig
Ein Gerüst aus Illusion
Gestützt auf Spießbürgermoral
Der eigenen Lust zum Hohn
Das Blickfeld völlig eingeschränkt
Geklammert an Tabus
Wenn Gemeinschaft nur so existiert
Heißt Untergang das Los
So schön auch Unterwerfung ist
Bleibt nur die Frage wie
Vertrauen ist die wahre Kraft
Akzeptanz bringt Harmonie
Wenn Euch dafür Verständnis fehlt
Engstirnig wie Ihr seid
Dann kann ich Euch nicht helfen
Tut Ihr mir nicht mal leid
Frühjahr 2001*
- Mit jedem Tag -
Mit jedem Tag,
an dem mir wieder mal eure Meinung
in den Verstand gestempelt wird,
an dem mir wieder mal ein Teil
meiner Weltanschauung untersagt wird,
an dem mir wieder mal mein Gedankengut
für geisteskrank erklärt wird,
an dem mir wieder mal ein Stück
meiner Seele gebrandmarkt wird,
entfaltet sich meine Persönlichkeit
gesünder als jede andere auf dieser Welt,
wird die Freude, an diesem meinem Leben,
unaufhaltsam wachsen.
ca. 1993-1994*
*) Alle Texte von Ninhingazanan.