...zum Glück - kann ich seit ein paar Wochen sagen! Kurz davor hätte ich wohl "verdammt noch mal" geschrieben.
Maximale Anspannung war dieser zuletzt nochmals gesteigerte Zustand, in dem ich mich befand. Depressionen sind kein Spaß! Ende August wagte ich also erneut den Schritt, ernsthaft professionelle Hilfe zu nehmen, womit es auch langsam vorwärts ging. "Kleinigkeiten" konnten angegangen werden. Langsam eben...
Und dann dieses Glück dazwischen! Wenn man es nicht erwartet und nach PsychologInnenrat angeblich nicht gebrauchen kann. Hin und her, auf und ab mit den Gefühlen... Sowohl bei mir, als auch beim Gegenüber. Ich habe einen neuen umwerfenden Menschen in mein Leben lassen können, und sie hat mich verzaubert! In der Psychatrie...nach sechs gemeinsamen Wochen Aufenthalt. Einfach nur schön... Wir haben uns gefunden, uns unsere Herzen geschenkt. Jetzt spüre ich, wie ich meine Talsohle tatsächlich durchschreite. Und ich spüre es auch bei ihr. Wir geben uns täglich neue Kraft. Es ist toll, wieder zu lernen wie sich Leben anfühlt! Zu zweit!!
- oder wie ich meine Lesefreude endlich wiederentdeckte.
[Vorbemerkung: Eigentlich lese ich nicht weniger, die letzten Jahre "nur" weniger Bücher.]
Wenngleich ich meinen Geburtstag nicht (mehr) feiere, Geschenke gibt's dann doch irgendwie. Wie Freunde halt so sind. Aber ja, die Familie auch. Von meinem langjährigen und gefühlten besten Freund und seiner Gefährtin bekam ich dieses Jahr also ein Buch von Kurt Tucholsky. Genauer: Zwischen Gestern und Morgen - Eine Auswahl aus seinen Schriften und Gedichten. Auch wenn mich beide nicht immer verstehen können oder wollen, scheinen sie mich doch recht gut zu kennen...
Nachdem ich das Buch - ohne eine einzige Leseprobe - vor Wochen aus Zeitmangel aus den Augen verlor, bin ich dann "neulich" voll drauf angesprungen. Es war eine laue Nacht, Ende Mai, in der ich blätternder Weise nach dem Anlesen von nur einem Gedicht das Buch gegen Schlaf eintauschte. Nun, nicht das ganze Buch, aber allen Schlaf gegen so weit wie ich kam. Köstlich, wie der Mann "Berliner Schnauze" aufzuschreiben vermochte. Und dieses auch noch ab und an genial mit Jiddisch würzte. Großartig. Gebt mir mehr!
Mm, Grapefruit! Sie sind etwas ganz besonderes, denn Sie sind gleichzeitig süß und sauer, strotzen vor sonnigem Gemüt und sind doch frech und erfrischend. Aber Vorsicht, denn Ihre guten Seiten halten Sie zuweilen versteckt! Gibt man Ihnen Zucker (oder auch Geschenke, Lob und kleine Aufmerksamkeiten), so zeigt sich Ihre natürliche Süße. Wenn es drauf ankommt, dann umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen an Kraft und Unabhängigkeit ebenbürtig sind. Und diese Menschen zu finden, ist für Sie kein Problem, denn solche Personen fühlen sich zu Ihnen hingezogen. Sie sind angenehm sauer und ein wenig exotisch – ein wahrer Leckerbissen!
Seltsam ist es, fast schon schizophren. Ich mag die Menschen und doch habe ich Blut an meinen Händen. Blut aus virtuellen Welten. Nach einer Weile Abstinenz, tauchte ich letzten Donnerstag wieder in jene von Agent 47.
Nur dieses Mal nicht mit Springmesser, Drahtseil und schallgedämpfter Pistole kaltblütig "tötend" im heimischen PC, sondern mit desorientiert gelangweilter Zerstreuungssuche in berieselter Konsumhaltung vor der Leinwand. So richtig schönes Prollkino. Hollywood - make my day! Nach einer geschlagenen 3/4-Stunde Werbung fing dann tatsächlich der Film an. Da wußte ich wieder, wieso ich diese Läden seit Jahren meide! Und zum Film? Action, balla balla und peng peng. Dazu eine aufgedrängte Portion Erotik und mangelhafter Humor, die die Story aber nicht aus den Keller heben. Kann nur sagen: Wer den nicht sieht, verpasst auch nichts!!! Zum Glück habe ich dafür nicht bezahlt, denn ein freundlicher Kollege gewann Gutscheine, die er freudig in der Firma verteilte. Trotzdem: nächstens besser wählen! =]